15.-19. Jahrhundert
Die Ursprünge von Schloß Rahe reichen in die Zeit vor dem 15. Jahrhundert zurück; Schloß Rahe war zunächst ein befestigter Gutshof. Im Jahre 1784 erwarb Gerhard Heusch, ein unmittelbarer Vorfahre des langjährigen Oberbürgermeisters der Stadt Aachen, Hermann Heusch, das Gut und baute dieses zu einem schlossartigen Landsitz um. Der Ausbau erfolgte unter Verwendung von verwertbaren Gebäudeteilen; so entstammt die Brücke vor dem historischen Eingang noch weitgehend aus dem 17. Jahrhundert.
Während des Aachener Monarchenkongresses von 1818, nach der Niederlage Napoleons, überließ der Schlossherr Heusch sein geliebtes Anwesen dem russischen Zaren Alexander für die Zeit seines Aufenthalts in der Stadt Aachen. In dieser Zeit nutzte der Zar das Schloss insbesondere für den Empfang seiner zahlreichen und vor allem hochkarätigen Gäste. So weilten hier Persönlichkeiten wie die Zarenmutter Maria Feodorowna, gebürtige Prinzessin von Württemberg und der Kaiser Franz I. von Österreich.
Nach dem Tod von Gerhard Heusch im Jahre 1829 wechselte Schloß Rahe mehrfach seine Besitzer. 1843 wurde Schloß Rahe von der Gräfin Henricia Adriana von Nassau, geb. d'Oultremont erworben; die Gräfin war die Gemahlin des früheren niederländischen Königs Wilhelm I, der wegen der Heirat auf sein Amt verzichtete und sich König Wilhelm, Graf von Nassau nannte. Nach dem Tod König Wilhelms zog die Gräfin von Nassau 1844 in Schloß Rahe ein und wohnte dort bis zu ihrem Tod im Jahre 1864.
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